Steuerparadies Deutschland: bald Geschichte?

Steuerparadies Deutschland: Wenn aus 500.000€ 300.000€ werden…

Alle Jahre wieder wird mit „höheren Steuern für die Reichen“ geworben, was bei den (vermeintlich Armen) natürlich immer gut ankommt und für ein paar zusätzlicher Wählerstimmen sorgt. Aber wie bei fast allem, was unsere Politiker einführen, stimmen Verpackung und Inhalt auch hier nicht!

Warum das so ist? Ganz einfach: die „Reichen“ interessiert es überhaupt nicht, ob der individuelle Spitzensteuersatz 50%, 47%, 40% oder weniger beträgt, da sie ihre Gewinne eh nicht nach den individuellen, progressiven Steuersätzen versteuern, sondern nach denen für Kapitalgesellschaften. Darum betreffen Veränderungen am Spitzensteuersatz keinen Reichen, sondern ausschließlich die Angehörigen der Mittelschicht mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 40.000€ und mehr. Denn die „Reichen“ verwalten ihr gesamtes Vermögen in Kapitalgesellschaften, Holding-Strukturen und Stiftungen und zahlen somit im Normalfall nur geringe einstellige Steuersätze auf ihre Gewinne.

Hauptbetroffene solcher Vorhaben sind (bzw. wären) also kurioserweise immer nur diejenigen, die am lautesten dafür schreien, wenn Politiker höhere Steuern für Reiche fordern. Und vermögensbezogene Steuern wie etwa Vermögen-, Erbschaft-, Schenkungs- oder Grundsteuer sind in Deutschland auch auf einem sehr geringen Niveau, wie der Focus hier berichtet. Alelrdigns soll sich das jetzt ändern…

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